Vorbeugung & Erkennen

Geschrieben am 01.01.2020
von Ines Kosin

Damit die Schildkröten gar nicht erst erkranken, ist es wichtig, auf eine artgerechte Haltung zu achten, nämlich:

  • Keine Innenhaltung, auch nicht übergangsweise oder nur nachts (ausgenommen sind kranke Tiere, die zur Genesung während der Wintermonate temperaturbedingt weder starren noch draußen gehalten werden dürfen)
  • Kein Verzicht auf die Technik
  • Stress so gering wie möglich halten (störende Artgenossen entfernen, Zugang fremder Tiere verhindern, selbst nur beobachten statt herumtragen)
  • Kein Füttern von Obst, Salat, Gemüse, Fleisch, Milch, Getreide, Fertigprodukte, Fisch
  • Keine Verwendung von Pinienrinde, Rindenmulch, Kokosfaser, Blumenerde, Buchenhack, Heu (stattdessen Erde aus dem Garten, Mutterboden, Erde-Sand-Gemisch, Floragard Schildkrötensubstrat, Lucky Reptile Tortoise Bedding)
  • Kein trockener Schlafplatz sondern stets feucht gehalten
  • Jährliche Untersuchung der Kotprobe im Juli/ August
  • Kein Verzicht auf das Frühbeet
  • Kein Verzicht auf die Technik
  • Kein Verzicht auf die Winterstarre


Woran kann man erkennen, dass Krankheiten im Anmarsch sind bzw. etwas in der Haltung nicht stimmt?

  • Der Schnabel wird unnatürlich lang
  • Die Krallen werden unnatürlich lang, krümmen sich eventuell sogar schon
  • Die weiß cremigen Urate werden gar nicht oder krümelig ausgeschieden
  • Die Augen sind eingefallen, geschwollen oder tränen stark
  • Die Nase ist nicht frei
  • Die Atmung ist nicht geräuschlos
  • Der Panzer bildet sogenannte Höcker, er wird hubbelig 
  • Die Schildkröte zieht sich wetterunabhängig sehr stark zurück, mindert die Futteraufnahme, meidet die Wärmelampe 
  • Die Schildkröte findet nicht zur Ruhe, sie rennt permanent herum, meist an der Gehegeabgrenzung entlang
  • Artgenossen stressen sich sehr stark, kämpfen unnatürlich oft, Bisse und Aufreiten führen zu Verletzungen
  • Der Kot ist breiig, schmierig, riecht streng
  • Im Kot sind Würmer zu erkennen